Energie
Merz kritisiert vorübergehende Lockerung der US-Sanktionen gegen russisches Öl - "will Motive dahinter wissen"

Bundeskanzler Merz hat die Entscheidung der US-Regierung kritisiert, die Sanktionen gegen russisches Öl vorübergehend zu lockern.

    Das Bild zeigt Friedrich Merz mit einem ernsten Gesichtsausdruck vor einer deutschen und einer europäischen Flagge, während er ein Statement abgibt.
    Bundeskanzler Friedrich Merz (Archivbild) (Kay Nietfeld / dpa / Kay Nietfeld)
    Er halte dies für falsch, sagte Merz während eines Besuchs im norwegischen Andöya. Er wolle wissen, welche Motive dahinter stünden. Beim Öl gebe es aktuell ein Preisproblem, kein Mengenproblem, erklärte der CDU-Politiker. Auch innerhalb der G7-Gruppe sei man sich mit Ausnahme der USA einig, dass eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland nicht richtig sei. Merz betonte, Moskau zeige weiter keine Verhandlungsbereitschaft im Krieg gegen die Ukraine.
    Zum Iran-Krieg sagte der Kanzler, hier sei zunächst Teheran in der Verantwortung. Das Mullah-Regime habe es in der Hand, die Angriffe auf die Golfstaaten zu beenden. Merz bekräftigte jedoch auch seine Kritik, dass es von Seiten der USA und Israels keine einheitliche Strategie für ein Ende des Krieges gebe.
    Die USA haben für 30 Tage die Sanktionen gegen Länder aufgehoben, die russisches Öl kaufen wollen. Die Maßnahme ist laut Finanzminister Bessent in der Menge begrenzt. Die russische Führung begrüßte die Entscheidung und verwies auf die Bedeutung des russischen Öls für den globalen Energiemarkt.
    Diese Nachricht wurde am 13.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.