Kind nach Leihmutterschaft
Merz kündigt Gespräche über Fall Spahn an - Spahn: "Ich stelle mich der Debatte"

Das CDU-Präsidium will sich nach den Worten von Bundeskanzler Merz mit dem Fall Spahn und dessen Entscheidung für eine Leihmutterschaft befassen.

    Jens Spahn in der 90. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages im Reichstagsgebäude. Berlin, 10.07.2026
    Unionsfraktionschef Spahn (picture alliance / Geisler-Fotopress / Frederic Kern)
    Merz sagte, ihm sei bewusst, dass das Thema menschlich, juristisch und ethisch viele Menschen bewege. Es gebe in Deutschland zur Leihmutterschaft eine klare Rechtslage und er sehe nicht, dass Änderungen vorgenommen werden sollten. Über alles Weitere werde man auf der nächsten Präsidiumssitzung sprechen, sagte der CDU-Vorsitzende.
    Spahn ist wegen der Umstände seiner Vaterschaft mit Rücktrittsforderungen aus der eigenen Partei konfrontiert. Der CDU-Vorsitzende in Mecklenburg-Vorpommern, Peters, sagte der "Bild"-Zeitung, Spahn habe sich in voller Absicht über in Deutschland geltendes Recht hinweggesetzt. Auch die Schatzmeisterin der Frauen-Union, Rosin, legte dem 46-Jährigen den Rücktritt nahe.
    Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. Als Gesundheitsminister hatte sich Spahn 2020 dafür eingesetzt, dass das so bleibt. Nun sagte er der "Bild"-Zeitung, er sei beim Thema Leihmutterschaft lange zerrissen gewesen. Über einen Rücktritt könne nur die Unionsfraktion entscheiden.
    Diese Nachricht wurde am 17.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.