
Große Industriezweige stünden ebenso wie erhebliche Teile des Mittelstandes und des Handwerks vor gewaltigen Herausforderungen; in vielen Unternehmen gingen Arbeitsplätze verloren. Trotz Investitionen des Bundes habe sich die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands noch nicht hinreichend steigern lassen. Die Produktivität in Deutschland sei nicht gut genug, was unter anderem an den zu hohen Arbeitskosten, Energiekosten und Steuerlasten liege. Merz betonte, die meisten Probleme könne Deutschland selbst lösen. Wenn dies gelänge, würden auch der Zusammenhalt in der Gesellschaft sowie das Vertrauen in die Politik gestärkt.
"Krieg in der Ukraine so schnell wie möglich beenden"
Der Bundeskanzler äußerte sich auch zum Krieg in der Ukraine. Er habe sich mit den ukrainischen, europäischen und US-amerikanischen Partnern über den Jahreswechsel intensiv bemüht, Schritte hin zu einem Waffenstillstand zu ermöglichen. Man wolle den Krieg in der Ukraine so schnell wie möglich beenden. Die diplomatischen Bemühungen liefen aber unter schwierigen Bedinungen, weil Russland "nur geringe Verhandlungsbereitschaft" zeige. Merz bekräftigte die Forderung nach Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Russland dürfe an der Entschlossenheit der ukrainischen Partner keine Zweifel haben.
Diese Nachricht wurde am 06.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
