China-Reise
Merz mahnt faire wirtschaftliche Zusammenarbeit an

Bundeskanzler Merz hat zum Auftakt seines Besuchs in Peking für eine bessere wirtschaftliche Zusammenarbeit geworben. Deutschland und China müssten ihre Kooperation vertiefen, sagte er bei einem Treffen mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Li Quiang. Jedoch müsse die Zusammenarbeit auch fair sein. Beide Länder sollten offen miteinander sprechen.

    Das Foto zeigt Bundeskanzler Friedrich Merz und Chinas Ministerpräsidenten Li Qiang. Sie schreiten in der Großen Halle des Volkes in Peking eine Ehrengarde ab.
    Bundeskanzler Merz wurde in China mit militärischen Ehren empfangen. (dpa-news/Michael Kappeler)
    Li betonte, die Beziehungen hätten sich stetig weiterentwickelt. Peking sei bereit, den Dialog und das gegenseitige Vertrauen mit Deutschland zu stärken.
    Es ist die erste China-Reise des Kanzlers. Im weiteren Tagesverlauf ist ein Gespräch mit Präsident Xi Jinping geplant. Merz wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet. Es sollen mehrere Vereinbarungen unterzeichnet werden. Dabei soll es neben wirtschaftlichen Fragen auch um sicherheitspolitische Themen gehen.

    Nouripour fordert mehr Unabhängigkeit von China

    Der Grünen-Außenpolitiker Nouripour hat dazu aufgerufen, die Abhängigkeiten von China unter anderem im Bereich der Seltenen Erden zu reduzieren. Dazu seien Substitute und andere Handelsnetzwerke nötig, sagte der Bundestagsvizepräsident im Deutschlandfunk. Zudem warb er dafür, auch in Europa selbst den Abbau Seltener Erden auszuweiten.
    Der Grünen-Politiker warf Peking vor, den Marktzugang für deutsche Unternehmen verknappt und Urheberrechte teilweise nicht beachtet zu haben. Außerdem habe Peking die eigenen Produkte mithilfe staatlicher Subventionen verbilligt nach Europa gebracht und damit die Marktlage verändert.
    Diese Nachricht wurde am 25.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.