
Die NATO werde stärker und die Lastenverteilung innerhalb des Bündnisses gerechter, sagte Merz zum Abschluss des Treffens. Der Kanzler betonte mit Blick auf die gestiegenen Verteidigungsausgaben der europäischen Länder, die Zeit der Trittbrettfahrerei im Bündnis sei vorbei. NATO-Generalsekretär Rutte erklärte, er habe das Gefühl, dass die Allianz enger zusammenstehe als je zuvor. Das Treffen in Ankara war von Spannungen geprägt. US-Präsident Trump kündigte unter anderem einen Handelsstopp mit dem NATO-Partner Spanien an und erneuerte seine Forderung, Grönland solle Teil der USA werden. Nach Angaben aus Teilnehmerkreisen hielt sich Trump während der nicht-öffentlichen Sitzung des Nordatlantikrats allerdings mit Kritik an Bündnisländern zurück.
Bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj kündigte Trump an, er wolle der Ukraine eine Lizenz zum Bau von Patriot-Luftabwehrraketen erteilen. Die Bündnisstaaten verpflichteten sich zudem in der Gipfelerklärung, der Ukraine in diesem und im nächsten Jahr jeweils 70 Milliarden Euro an Militärhilfen zur Verfügung zu stellen.
Diese Nachricht wurde am 08.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
