
Daran nimmt auch Bundeskanzler Merz teil. Bei der Konferenz geht es vor allem um die EU-Beitrittsverhandlungen mit den Ländern in der Region. Deutschland und Frankreich wollen die Verhandlungen beschleunigen und haben ein Positionspapier erarbeitet. Darin sprechen sie sich für Integrationsschritte bereits vor einer Vollmitgliedschaft aus, um Anreize für Reformen zu schaffen. Werden bestimmte Kriterien erfüllt, sollen ein privilegierter Zugang zum Binnenmarkt und die Entsendung von Beobachtern in EU-Institutionen möglich sein.
Der UNO-Beauftragte für Bosnien und Herzegowina, Schmidt, begrüßte ein solches Vorgehen. Er sagte im Deutschlandfunk, bislang habe man beim EU-Beitritt immer nach dem Prinzip "100 Prozent oder gar nichts" gearbeitet. Stattdessen müsse man stufenweise vorgehen und könne zum Beispiel jungen Start-Ups den Weg zum Binnenmarkt öffnen.
Diese Nachricht wurde am 05.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
