
Bei einem Besuch des syrischen Übergangspräsidenten al-Scharaa hatte er gestern erklärt, 80 Prozent der mehr als 900.000 hier lebenden Syrer sollten binnen drei Jahren in ihr Heimatland zurückkehren. Nun sagte Merz, diese Angabe gehe auf Äußerungen al-Scharaas zurück. Die Bundesregierung habe die Zahl zur Kenntnis genommen, sei sich aber der Dimension der Aufgabe bewusst.
Merz' CDU-Kollege, Außenminister Wadephul, stellte sich hinter die ursprüngliche Äußerung des Kanzlers. Er sagte, natürlich sei dies das Ziel der Bundesregierung.
Zuvor hatte es Kritik an Merz gegeben - auch vom Koalitionspartner SPD. Dessen stellvertretende Bundesvorsitzende Rehlinger sagte, es sei keine kluge Idee, konkrete Zahlen und Zeiträume in den Raum zu stellen. Ähnlich äußerten sich Vertreter der Grünen, der Linken und von Flüchtlingsverbänden.
Diese Nachricht wurde am 31.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
