Migration
Merz relativiert Aussage zu Rückkehr von 80 Prozent der Syrer

Bundeskanzler Merz hat seine Aussage zur angestrebten Ausreise von Syrern aus Deutschland relativiert.

    Syrische Flüchtlinge gehen mit Koffern und Taschen durch die Ankunftshalle eines deutschen Flughafens.
    Syrische Flüchtlinge kommen in Deutschland an (Archivbild). (picture alliance / dpa / Holger Hollemann)
    Bei einem Besuch des syrischen Übergangspräsidenten al-Scharaa hatte er gestern erklärt, 80 Prozent der mehr als 900.000 hier lebenden Syrer sollten binnen drei Jahren in ihr Heimatland zurückkehren. Nun sagte Merz, diese Angabe gehe auf Äußerungen al-Scharaas zurück. Die Bundesregierung habe die Zahl zur Kenntnis genommen, sei sich aber der Dimension der Aufgabe bewusst.
    Merz' CDU-Kollege, Außenminister Wadephul, stellte sich hinter die ursprüngliche Äußerung des Kanzlers. Er sagte, natürlich sei dies das Ziel der Bundesregierung.
    Zuvor hatte es Kritik an Merz gegeben - auch vom Koalitionspartner SPD. Dessen stellvertretende Bundesvorsitzende Rehlinger sagte, es sei keine kluge Idee, konkrete Zahlen und Zeiträume in den Raum zu stellen. Ähnlich äußerten sich Vertreter der Grünen, der Linken und von Flüchtlingsverbänden.
    Diese Nachricht wurde am 31.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.