Soziales
Merz: Rente an Lebensarbeitszeit knüpfen

Bundeskanzler ​Merz hat dafür plädiert, die Rentenhöhe künftig nicht an einem festen Renteneintrittsalter zu orientieren, sondern an der Zahl der ‌gearbeiteten Jahre. Zudem kündigte er rasche Sozialreformen an.

    Bundeskanzler Friedrich Merz schaut den CDU-Spitzenkandidaten Manuel Hagel an, die spielerisch die Fäuste reckt.
    Wahlkampf der CDU in Baden-Württemberg: Bundeskanzler Friedrich Merz (M.) mit CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel (Felix Kästle / dpa / Felix Kästle)
    Merz sagte am Abend auf einer Wahlveranstaltung der CDU Baden-Württemberg in Ravensburg, es gehe ⁠weniger um die Frage, ob jemand mit 61, 65 oder 68 Jahren in den Ruhestand gehe. Es gehe darum, wann jemand in den Beruf gestartet sei und wie lange er gearbeitet habe.
    Die Bundesregierung habe bereits damit ⁠begonnen, mit der sogenannten Aktivrente die starre ‌Renteneintrittsaltergrenze aufzuweichen. Diese ermöglicht es, nach dem Renteneintrittsalter 2.000 Euro steuerfrei zu verdienen, wenn man freiwillig weiterarbeitet.
    Der Kanzler pochte zudem auf umfassende Sozialreformen noch in diesem Jahr. Dann sei die Hälfte der Legislaturperiode vorbei. Und erfahrungsgemäß seien in ‌der zweiten Hälfte ‌der Wahlperiode Reformen weniger wahrscheinlich, sagte Merz.
    In Baden-Württemberg finden am Sonntag Landtagswahlen statt.
    Diese Nachricht wurde am 06.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.