Deutsch-französisches Regierungstreffen
Merz und Macron kündigen bei nuklearer Abschreckung gemeinsamen Weg an

Deutschland und Frankreich wollen militärisch enger zusammenarbeiten.

    Nörvenich: Vertreter beider Länder mit Emmanuel Macron (3.vl), Präsident von Frankreich, und Bundeskanzler Friedrich Merz (4.vl, CDU), stehen vor einem Rafale-Kampfjet.
    Deutsch-Französischer Verteidigungs- und Sicherheitsrat (Rolf Vennenbernd / dpa / Rolf Vennenbernd)
    Das kündigten Bundeskanzler Merz und Präsident Macron nach bilateralen Regierungskonsultationen in Brühl bei Köln an. Merz sagte, angesichts der enormen Herausforderungen etwa durch die Bedrohung Europas durch Russland werde man in der Abschreckung einen neuen gemeinsamen Weg einschlagen. Die Bundeswehr werde erstmals in diesem Jahr an einer Nuklearübung der französischen Armee teilnehmen. Merz betonte, auch bei der Entwicklung von Aufklärungs- und Raketenfrühwarnsystemen werde man kooperieren.
    Macron sagte, nur wenn Berlin und Paris sich einig seien, werde Europa vorankommen und die Herausforderungen bewältigen. Er betonte, die künftige Kooperation bei der nuklearen Abschreckung habe nicht zum Ziel, dass Deutschland sich an der Finanzierung französischer Atomwaffen beteiligt.
    Anfang Juni waren Gespräche über die Entwicklung des gemeinsamen Kampfjets FCAS gescheitert.
    Diese Nachricht wurde am 17.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.