
Nach einem Treffen des deutsch-französischen Ministerrates in Toulon sagte Staatspräsident Macron, beide Länder stünden vor riesigen Herausforderungen. Gemeinsam könne man bessere Ergebnisse erzielen. Bundeskanzler Merz betonte, der deutsch-französische Motor sei wieder angesprungen. Er unterstrich die Notwendigkeit, dass Europa wieder wettbewerbsfähig werde und mahnte einen Kurswechsel an. Dazu gehören laut Merz eine Vertiefung des Binnenmarktes, der Rückbau von Bürokratie sowie Technologieoffenheit. Im November sei zudem ein Gipfel für digitale Souveränität geplant. Der Kanzler fügte hinzu, man habe den USA mitgeteilt, dass die Europäische Union entscheide, wie sie ihren digitalen Markt reguliere. In der Energiepolitik legte der deutsch-französische Ministerrat den Konflikt über die Nutzung der Atomkraft weitgehend bei.
In der Sicherheitspolitik streben Frankreich und Deutschland nun einen "strategischen Dialog" über die nukleare Abschreckung an. Der Ukraine sicherten Paris und Berlin angesichts anhaltender russischer Angriffe weitere Hilfe bei der Luftverteidigung zu und drohten Russland mit neuen Sanktionen.
Diese Nachricht wurde am 29.08.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.