Kabinettsumbildung
Merz unter Druck: Innerparteilicher Unmut am persönlichen Umgang mit einzelnen Politikern wächst

In der CDU wächst der Unmut über die Personalentscheidungen von Kanzler und Parteichef Merz sowie dessen persönlichen Umgang mit einzelnen Politikern.

    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bei der Pressekonferenz im Kanzleramt in Berlin vor der deutschland und der Europaflagge
    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) setzt auf personelle Veränderungen im Kabinett. (Archivbild) (picture alliance / dpa / Sebastian Gollnow)
    Die rheinland-pfälzische Landtagsfraktion sagte wegen des Umgangs mit Verkehrsminister Schnieder ein avisiertes Treffen ab. Der Landtagsabgeordnete Junk meinte, die Stimmung in der Partei sei am Boden. Er wisse noch immer nicht, was Schnieder vorgeworfen werde. Merz hat bisher keine konkreten Gründe für Schnieders Entlassung genannt. Zudem scheiterte ein erster Entlassungsversuch, weil Merz keinen Nachfolger präsentieren konnte. Auch in den Spitzengremien gab es nach dpa-Informationen massive Kritik an Merz. Schnieders Bruder, der rheinland-pfälzische Ministerpräsident, hatte bereits in den Sozialen Medien das Unverständnis von Ex-Kanzleramtschef Altmaier über Merz geteilt. In Ostdeutschland sollen Parteifreunde verärgert sein über das Bild, das die CDU wenige Wochen vor den Landtagswahlen abgibt.
    Merz erklärte, er gehe davon aus, dass sich die Wogen bis September wieder etwas glätten. Er bedauere die Situation sehr.
    Diese Nachricht wurde am 27.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.