Treffen in Brüssel
Merz verärgert über Orban - EU will zu Sicherung der Straße von Hormus nur unter Bedingungen beitragen

Der EU-Gipfel in Brüssel ist ohne eine Freigabe für neue Ukraine-Finanzhilfen beendet worden.

    Ein Gruppenfotos der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union posieren während eines Treffens in Brüssel.
    Die EU-Staats- und Regierungschefs bei ihrem Treffen in Brüssel. (picture alliance / ANP / Remko de Waal)
    Ungarn hielt ebenso wie die Slowakei am Veto gegen die Auszahlung des EU-Darlehens über 90 Milliarden Euro fest. Den anderen Mitgliedstaaten gelang es nicht, die Premierminister Orban und Fico, von der Aufgabe ihrer Blockadehaltung zu überzeugen. Beide Länder argumentieren mit dem Ausbleiben von Erdöllieferungen durch die unterbrochene Druschba-Pipeline, die normalerweise russisches Öl durch die Ukraine transportiert. Bundeskanzler Merz warf Orban einen "Akt grober Illoyalität" vor. Das Agieren Orbáns werde tiefe Spuren hinterlassen, sagte Merz. Was im Europäischen Rat geschehen sei, werde man so nicht hinnehmen. Im Zuge der anstehenden Haushaltsaufstellung der EU müsse man nun noch einmal ganz grundsätzlich beraten.
    Mit Blick auf den Iran-Krieg erklärten die EU-Staats- und Regierungschefs ihre Bereitschaft, bei der Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu helfen – knüpften dies aber an nicht näher genannte Bedingungen. Unterdessen wurden die Kampfhandlungen im Nahen und Mittleren Osten unvermindert fortgeführt.
    Diese Nachricht wurde am 20.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.