Europäische Union
Merz warnt vor Verschlechterung bei Zollabkommen mit den USA

Bundeskanzler Merz hat die US-Regierung vor Verschlechterungen des Zollabkommens mit der Europäischen Union gewarnt.

    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gibt im Bundeskanzleramt eine Pressekonferenz.
    Bundeskanzler Merz (Kay Nietfeld/dpa)
    Die Grundlagen seien geschaffen, das Abkommen in Kraft zu setzen, sagte Merz in Berlin. Die amerikanische Seite müsse aber zu ihren Zusagen stehen. Vereinbarungen dürften nicht durch tägliche Ankündigungen infrage gestellt werden. Der CDU-Vorsitzende erinnerte daran, dass noch zwei Punkte im Abkommen - nämlich der Umgang mit Aluminium und Stahl - offen seien. Er rate allen Beteiligten, zu einer finalen Entscheidung zu kommen.
    Das Zollabkommen war im vergangenen Jahr vereinbart worden. Wegen des Streits um die von US-Präsident Trump beanspruchte Insel Grönland und nachfolgenden Zolldrohungen hatte das Europäische Parlament die Verabschiedung ausgesetzt. Im Rahmen des Abkommens sollen US-Waren zollfrei auf den EU-Binnenmarkt kommen. EU-Exporte hingegen sollen in den USA mit einem Zollsatz von 15 Prozent belegt werden.
    Diese Nachricht wurde am 28.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.