Konflikt um Grönland
Merz weist Androhung von Strafzöllen zurück - EU-Sondergipfel am Donnerstag

Bundeskanzler Merz hat im Streit um Grönland die Androhung von Strafzöllen durch US-Präsident Trump zurückgewiesen.

    Brüssel: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) spricht bei der Pressekonferenz nach dem EU-Gipfel.
    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) (Archivbild) (Michael Kappeler / dpa / Michael Kappeler)
    Es gelte das Prinzip der territorialen Integrität, sagte Merz in Berlin. Mit der Ankündigung von Gegenmaßnahmen hielt er sich zurück, um, wie er sagte, möglichst jede Eskalation mit den USA zu vermeiden. Dagegen erklärte SPD-Chef und Finanzminister Klingbeil bei einem Besuch seines französischen Kollegen Lescure in Berlin, Europa lasse sich nicht erpressen und bereite mögliche Gegenmaßnahmen vor. Am Donnerstag wollen die europäischen Staats- und Regierungschefs bei einem Sondergipfel über eine Antwort auf Trumps Drohungen beraten.
    US-Finanzminister Bessent warnte die EU davor, Vergeltungszölle zu verhängen. Er halte das für sehr unklug, sagte er am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. Dass Trump in einer Nachricht an den norwegischen Ministerpräsidenten sein Vorgehen bei Grönland mit dem Nicht-Erhalt des Friedensnobelpreises begründet haben soll, bezeichnete Bessent als "komplette Falschmeldung".
    Diese Nachricht wurde am 19.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.