Treffen in Washington
Merz weist Trumps Drohungen gegen Spanien zurück

Bundeskanzler Merz hat bei seinem Treffen mit US-Präsident Trump in Washington dessen Drohungen gegen Spanien zurückgewiesen.

    Die beiden stehen sich im Freien in einem Säulengang nah gegenüber und reden.
    US-Präsident Trump und Bundeskanzler Merz bei ihrem Treffen im Weißen Haus. (dpa / Guido Bergmann / Presse- und Informationsamt )
    Er habe dem Präsidenten sehr deutlich gesagt, dass man Spanien nicht gesondert schlecht behandeln könne, führte Merz aus. Auch die Verhandlungen mit Washington über die Zölle führten die Europäer nur gemeinsam oder gar nicht, betonte der CDU-Vorsitzende in Fernsehinterviews. Trump hatte vor Journalisten im Beisein von Merz die Regierung in Madrid erneut dafür kritisiert, dass sie den USA die Nutzung spanischer Stützpunkte für den Iran-Krieg verweigert. Er kündigte an, den amerikanischen Handel mit Spanien zu stoppen.
    Der Grünen-Politiker Nouripour sagte im Deutschlandfunk, es hätte einen deutlicheren Widerspruch gegen Trumps Drohung gebraucht. Es müsse sichtbarer sein, dass die Mitglieder der Europäischen Union zusammenstünden.
    Diese Nachricht wurde am 04.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.