Social Media
Meta wendet mit Einigung Musterprozess zu Social-Media-Sucht ab

Meta und weitere Internetkonzerne haben sich in einem Musterverfahren zur Social-Media-Sucht geeinigt. Es ging um mögliche psychische Schäden bei Kindern durch die Abhängigkeit von Sozialen Medien. Die Klage eines kleinen Schulbezirks im US-Bundesstaat Kentucky sollte im Juni vor einem Bundesgericht verhandelt werden.

    Ein Mädchen liegt in ihrem Bett und schaut auf ein Handy, das ihr Gesicht verdeckt.
    Wegen möglicher psychischer Schäden bei Kindern durch die Abhängigkeit von Sozialen Medien hatte ein Schulbezirk in den USA Meta und weitere Konzerne verklagt (picture alliance / photothek.de / Kira Hofmann)
    Das Gericht und die beteiligten Parteien hatten den Fall als Testlauf unter rund 1.200 ähnlichen Verfahren ausgewählt. Die Einigung gilt jedoch nicht für die anderen Verfahren, sondern nur für den Schulbezirk Breathitt County. Anfang der Woche hatten sich auch die weiteren Beklagten - TikTok, Snap und Googles YouTube - mit dem Schulbezirk geeinigt. Die finanziellen Bedingungen wurden nicht bekannt gegeben.
    Die Schulbezirke fordern Entschädigungen für Kosten, die ihnen nach eigener Darstellung durch die Auswirkungen von Social-Media-Sucht auf die psychische Gesundheit von Kindern entstanden sind. Der Schulbezirk in Kentucky hatte mehr als 60 Millionen Dollar verlangt, um ein auf 15 Jahre angelegtes Programm gegen psychische Probleme und Lernschwierigkeiten aufzubauen.
    Diese Nachricht wurde am 22.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.