Nach tödlichen Schüssen auf Migranten
Mexiko kündigt Klage gegen die USA an - Kolumbien fordert Erklärung von Trump

Nach dem Tod zweier weiterer Migranten durch Schüsse der US-Einwanderungspolizei ICE haben deren Heimatländer Mexiko und Kolumbien Konsequenzen verlangt.

    Viele Menschen mit Plakaten laufen protestierend durch die Straßen von Houston.
    Gegen die ICE-Behörde gab es immer wieder Proteste - wie hier in Houston. (Archivfoto vom 9. Juli 2026). (AP Photo / Mark Felix / Mark Felix)
    Mexikos Präsidentin Sheinbaum sagte, nach dem Tod eines mexikanischen Staatsbürgers in Houston in der vergangenen Woche werde man die verantwortlichen US-Institutionen verklagen. Kolumbiens Staatschef Petro forderte US-Präsident Trump auf, sich mit einer Erklärung an das kolumbianische Volk zu wenden. Den Tod seines Landsmanns in Maine am Montag bezeichnete er als Mord.
    Im Zusammenhang mit einem ICE-Einsatz in Florida hat es unterdessen erneut einen Todesfall gegeben. Nach Angaben der Polizei floh ein Mann beim Aufeinandertreffen mit ICE-Mitarbeitern und wurde von einem Sattelzug erfasst. Es soll sich um eine Person mexikanischer Abstammung handeln.
    Die US-Migrationsbehörde kündigte unterdessen an, ihre Vorgehensweise zu ändern. Laut Medienberichten soll ein Großteil der nicht dringend erforderlichen Fahrzeugkontrollen zumindest vorerst eingestellt werden.
    Diese Nachricht wurde am 15.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.