Migration
Mexiko schaltet UNO nach Todesfällen in ICE-Gewahrsam ein

Nach mehreren Todesfällen mexikanischer Staatsbürger im Zusammenhang mit der US-Einwanderungsbehörde ICE soll sich nun der UNO-Hochkommissar für Menschenrechte, Türk, damit befassen.

    Mitarbeiter der US-Zollbehörde nehmen einen jungen Ausländer fest.
    Festnahmen bei US-Razzien gegen Einwanderer (Archivfoto) (dpa-picture-alliance/Polizeifoto)
    Mexikos Außenminister Velasco bat in einem Schreiben, die Todesfälle prüfen zu lassen und Informationen von den US-Behörden einzuholen. Der Hochkommissar solle zudem prüfen, ob die Vorfälle mit den internationalen Menschenrechtsverpflichtungen der USA vereinbar seien, Empfehlungen aussprechen und den Fall gegebenenfalls an den UNO-Menschenrechtsrat weiterleiten. Präsidentin Sheinbaum hatte zuletzt angekündigt, nicht mehr nur diplomatisch, sondern auch juristisch gegen die Verantwortlichen vorzugehen.
    Nach ihren Angaben starben bislang drei Mexikaner bei Einsätzen der US-Einwanderungsbehörde und 14 weitere in Abschiebehaft.
    Diese Nachricht wurde am 15.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.