Teilausschluss von Fans verhindert
Mexikos Verband mit Teilerfolg gegen die FIFA

Der Fußballverband Mexikos (FMF) hat kurz vor dem Start der WM 2026 ein Berufungsverfahren gegen den Weltverband FIFA vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS in Teilen gewonnen. Der CAS bestätigte zwar die von der FIFA gegen die FMF in einem der Disziplinarverfahren verhängten Geldstrafen wegen homophober Rufe durch seine Fans.

    Mexiko und Bolivien vor einem Testspiel
    Mexiko und Bolivien vor einem Testspiel, bei dem es zu homophoben Rufen mexikanischer Fans kam. (IMAGO / Agencia-MexSport / IMAGO / JONATHAN DUENAS)
    Die angeordnete Teilsperrung des Stadions bei einem Heimspiel wurde jedoch aufgehoben. Damit muss die FMF zwei Geldstrafen in Höhe von 60.000 bzw. 80.000 Schweizer Franken zahlen. Die Sanktionen gegen auf Vorfälle bei vier internationalen Freundschaftsspielen im Jahr 2024 zurück.
    Das Antidiskriminierungssystem der FIFA hatte die homophoben Rufe während der Freundschaftsspiele gegen Bolivien, Uruguay und Brasilien im Sommer 2024 gemeldet. Zwei dieser Spiele wurden daraufhin unterbrochen.

    FMF beruft sich auf Bekämpfung der Rufe

    Die FMF begründete ihren Einspruch damit, dass sie seit 2015 erhebliche Ressourcen in die Bekämpfung der homophoben Rufe investiert habe. Der CAS betonte, dass das Verhalten der Fans keine Einzelfälle sondern "kollektiv und weit verbreitet" sei. Der CAS erkannte aber die Anstrengungen der FMF an, gegen die Vorfälle vorzugehen.
    Zuletzt startete der mexikanische Verband eine Kampagne, in der er die Fans aufforderte, die Rufe einzustellen. Mexiko ist neben den USA und Kanada Co-Gastgeber der WM.
    Diese Nachricht wurde am 03.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.