Bayreuth
Michel Friedman kritisiert Absage seiner Rede

Eigentlich sollte Michel Friedman Ende Juli bei einer Gedenkveranstaltung zu 150 Jahren Bayreuther Festspiele sprechen. Doch vorgestern wurde der jüdische Publizist wegen Sicherheitsbedenken wieder ausgeladen. Auch ein geplantes Gedenkkonzert wurde abgesagt.

    Michel Friedman sitzt alleine in einem Kino, Januar 2025.
    Der jüdische Autor, Jurist und Philosoph Michel Friedman wird bei den Bayreuther Festspielen doch keine Rede halten. (picture alliance / Bernd Kammerer)
    In der "Süddeutschen Zeitung" kritisiert Friedman diese Absage nun scharf. Aus seiner Sicht ist die Absage von Veranstaltungen aus Sicherheitsgründen in einer Demokratie - Zitat - "der Tod durch Selbstmord". Die Ernsthaftigkeit sich mit dem Antisemiten Wagner auseinanderzusetzen, werde ad absurdum geführt.
    Die Bayreuther Festspiele haben noch nicht auf die Kritik reagiert. Sie blicken auf 150 Jahre bewegter Geschichte zurück. Die antisemitische Einstellung des Komponisten Richard Wagner wirft immer wieder einen Schatten über sein Werk.
    Diese Nachricht wurde am 17.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.