Richtungsentscheidung
Michigan: Linker und israelkritischer Demokrat El-Sayed gewinnt Vorwahl für Senats-Sitz

Im US-Bundesstaat Michigan hat sich bei der Vorwahl der Demokraten für einen Sitz im Senat der Vertreter des linken Parteiflügels, El-Sayed, durchgesetzt.

    Abdul El-Sayed steht hinter einem Rednerpult. Darauf steht "Michigan is not for sale".
    Der Vertreter des linken Parteiflügels, El-Sayed, hat die Vorwahl in Michigan gewonnen. (AP Photo / Julia Demaree Nikhinson / Julia Demaree Nikhinson)
    Die Wahl galt als Test für die künftige Ausrichtung der Demokraten. El-Sayed warb im Wahlkampf für eine stärkere Regulierung der Wirtschaft und forderte ein Ende der bedingungslosen US-Militärhilfe für Israel. Seine Konkurrentin Stevens wurde von der Parteiführung der Demokraten und pro-israelischen Gruppen unterstützt. Sie warfen El-Sayed vor, mit einem zu radikalen Kurs Wähler der Mitte zu verschrecken.
    Der Bundesstaat Michigan gilt als Swing State und damit als umkämpft zwischen Demokraten und Republikanern. Sollte El-Sayed bei den Kongresswahlen im November gegen den republikanischen Kandidaten Rogers verlieren, haben die Demokraten kaum Chancen, die Mehrheit in der Parlamentskammer zurückzuerobern. Der bisherige demokratische Senator in Michigan war nicht erneut angetreten.
    Diese Nachricht wurde am 06.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.