Nach SPD-Niederlage in Rheinland-Pfalz
Miersch und Rehlinger verteidigen Parteispitze

Nach der Wahlniederlage der SPD in Rheinland-Pfalz haben führende Sozialdemokraten die Bundesvorsitzenden Klingbeil und Bas verteidigt.

    Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2026: Landespressekonferenz am Wahlabend im Plenarsaal von oben fotografiert.
    Der Landtag in Rheinland-Pfalz (picture alliance / dts-Agentur)
    Fraktionschef Miersch nannte eine Personaldebatte zwar notwendig, aber "nicht zielführend". Im ARD-Fernsehen sagte er, es müsse nun darum gehen, Klingbeil und Bas den Rücken zu stärken. Ähnlich äußerte sich die stellvertretende Parteichefin und saarländische Ministerpräsidentin Rehlinger. Sie sagte im Deutschlandfunk, eine Debatte müsse nicht zwingend zu dem Ergebnis kommen, dass personelle Konsequenzen an der Parteispitze nötig seien.
    SPD-Chefin Bas hatte eine Mitverantwortung der Bundespartei für die Wahlniederlage eingeräumt. Der Co-Vorsitzende Klingbeil sagte, Personaldebatten müssten geführt werden. Er werde sich dabei nicht wegducken.
    Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Schweitzer von der SPD hatte sich am Wahlabend kritisch zur Rolle der Bundespartei geäußert. Es habe im Wahlkampf keinen Rückenwind aus Berlin gegeben.
    In Berlin beraten die Spitzengremien der Bundesparteien über das Ergebnis und mögliche Konsequenzen. Laut vorläufigem Endergebnis ging die CDU mit 31 Prozent als stärkste Kraft aus der gestrigen Wahl hervor und löst damit die SPD ab, die nur noch auf 26 Prozent kam. Die AfD erreichte knapp 20 und die Grünen acht Prozent.
    Diese Nachricht wurde am 23.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.