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Wohnungsmarkt
Mieterbund warnt vor Mieten-Rekordanstieg

Der Deutsche Mieterbund warnt vor einem drastischen Anstieg der Mieten in Deutschland. Selbst in Regionen mit ohnehin schon hohen Mieten, wie etwa in München, seien die Mieten auch bei bestehenden Verträgen in den vergangenen beiden Jahren so stark gestiegen wie noch nie.

    Eine Suchanzeige "Wohnung gesucht" hängt an einem Straßenmast.
    Bezahlbarer Wohnraum wird gerade in deutschen Großstädten immer knapper. (picture alliance / Robert Schlesinger)
    Mieterbund-Präsident Siebenkotten sagte der "Augsburger Allgemeinen", im Vergleich zum vorherigen Mietspiegel habe es in der bayerischen Landeshauptstadt durchschnittliche Mietsteigerungen von 21 Prozent gegeben.

    Jeder dritte Mieterhaushalt mit Wohnkosten überlastet

    Die Mietervereine erreichten bundesweit immer mehr Beratungsanfragen wegen massiver Mieterhöhungen, sagte der Mieterbund-Präsident. Inzwischen sei jeder dritte Mieterhaushalt mit seinen Wohnkosten überlastet. Er forderte die Bundesregierung auf, dringend bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Nötig seien ein Mietenstopp im Bestand, eine scharfe Mietpreisbremse für Neuvermietungen, die Ahndung von Wuchermieten und das Verbot von Indexmieten, sagte Siebenkotten.

    Immobilienverband: Bundesregierung muss handeln

    Auch der Spitzenverband der deutschen Immobilienwirtschaft ZIA forderte die Bundesregierung angesichts steigender Mieten und Hunderttausender fehlender Wohnungen zum Handeln auf. Bis 2027 könnten bis zu 830.000 Wohnungen fehlen, sagte Verbandspräsident Mattner. Er warnte vor einem ernsten sozialen Problem. Da die Kosten für die Bereitstellung von Wohnraum explodierten, müssten die Mieten zwangsläufig steigen, sagte Mattner. Die reinen Baukosten seien in Deutschland wegen staatlicher Vorgaben so teuer wie in keinem anderen europäischen Land. Bund und Länder müssten diesen Kardinalfehler dringend korrigieren.
    Diese Nachricht wurde am 13.01.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.