Wegen geschlossener Grenzen
Migrationsexperte Knaus sieht keine große Fluchtbewegung aus dem Iran Richtung Europa

Im Iran-Krieg rechnet der Migrationsexperte Gerald Knaus in der derzeitigen Situation nicht mit einer großen Fluchtbewegung Richtung Europa.

    Porträt von Gerald Knaus, der in Alltagskleidung an einem Bahngleis steht und ernst in die Kamera blickt.
    Der österreichische Soziologe und Migrationsforscher Gerald Knaus (Imago / photothek / Dominik Butzmann)
    Die Grenzen seien dicht und die sie bewachenden Soldaten hätten einen Schießbefehl, sagte Knaus im Deutschlandfunk. Es seien schlicht keine Wege nach Europa frei. Dass man die Menschen hier nicht ankommen sehe, bedeute aber nicht, dass es der Zivilbevölkerung im Iran gut gehe. Die Lage im Land sei katastrophal, was man auch an einer sich verstärkenden Binnenfluchtbewegung ablesen könne, erklärte Knaus.
    Die Bundesregierung hatte gestern vor chaotischen Zuständen im Iran gewarnt. Ein Abgleiten des Landes in bürgerkriegsähnliche Zustände sei möglich. Infolgedessen rechnet die Koalition mit einer großen Zahl an Flüchtlingen aus der Islamischen Republik.
    Diese Nachricht wurde am 11.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.