
Wie französische Medien berichten, bleibt die Strafe von 15 Jahren für einen islamistischen Prediger bestehen. Die Strafen für den Vater einer Schülerin sowie für zwei Freunde des Täters wurden dagegen herabgesetzt.
Am 16. Oktober 2020 war der Geschichtslehrer Paty in einem Pariser Vorort von einem 18-Jährigen getötet und enthauptet worden. Der Täter wurde von der Polizei erschossen. Das Verbrechen wurde als islamistisch motivierter Terrorakt eingestuft. Vor der Tat war im Internet gegen den Lehrer gehetzt worden, weil er im Unterricht zum Thema Meinungsfreiheit Karikaturen des Propheten Mohammed gezeigt hatte. Maßgeblich an der Hetze beteiligt waren der islamistische Prediger und der Vater der Schülerin. Letzerer muss nun nur noch 10 statt wie bisher 13 Jahre ins Gefängnis. Die Haftstrafen der Freunde des Täters wurden von 16 auf jeweils sechs und sieben Jahre herabgesetzt. Die beiden sollen den Täter beim Kauf von Waffen begleitet und ihn zum Tatort gefahren haben. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte 16 bis 20 Jahre Haft für die vier Angeklagten gefordert.
Diese Nachricht wurde am 02.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
