Nach Putsch in Guinea-Bissau
Militär gibt Bildung von Übergangsregierung bekannt

Nach dem Putsch im westafrikanischen Guinea-Bissau hat das Militär die Bildung einer Übergangsregierung bekanntgegeben.

    Dinis N'Tchama, Sprecher des Militärs, verliest eine Erklärung. Um ihn herum sind mehrere Soldaten.
    Das Militär gibt die Bildung einer Übergangsregierung bekannt (Archivbild). (Uncredited/TGB Guinea-Bissau /AP/dpa)
    Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, besteht sie aus 28 Mitgliedern, darunter fünf Offizieren und vier Frauen. Der gestürzte Staatschef Embaló setzte sich unterdessen in die Republik Kongo ab. Er landete gestern Abend mit einem Privatflugzeug in der Hauptstadt Brazzaville. Die Armee hatte am Mittwoch, drei Tage nach der Parlaments- und Präsidentschaftswahl, die Macht in Guinea-Bissau übernommen.
    Seit der Unabhängigkeit von Portugal 1973 ist Guinea-Bissau von großer politischer Instabilität geprägt. Es gehört zu den ärmsten Ländern der Welt, fast 40 Prozent der Bevölkerung lebt in extremer Armut.
    Diese Nachricht wurde am 30.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.