Nach Parlamentswahl
Militär in Uganda umstellt Haus von Oppositionspolitiker Bobi Wine

Nach der Präsidentschaftswahl in Uganda gehen die Behörden gegen den prominentesten Oppositionskandidaten Bobi Wine vor.

    Bobi Wine im Anzug mit roter Krawatte geht durch einen Flur. Daneben und dahinter weitere Personen.
    Der ugandische Oppositionspolitiker Bobi Wine. (AP)
    Wine erklärte, nach seiner gestrigen Stimmabgabe hätten Soldaten ihn unter Hausarrest gestellt und um sein Wohngebäude Stellung bezogen. Örtliche Medien bestätigten die Angaben des Politikers und früheren Musikers. Nach seinen Angaben wurden zudem mehrere Anhänger seiner Partei von Kräften der Regierung erschossen.
    In Uganda hatten gestern Präsidentschafts- und Parlamentswahlen stattgefunden. Nach Behördenangaben liegt der amtierende Staatschef Museveni mit 76 Prozent ⁠der bisher ausgezählten Stimmen ‌klar vorn. Auf Wine entfielen demnach 21 Prozent. Er sprach von Wahlbetrug.
    Museveni ist seit 1986 an der Macht und regiert zunehmend autoritär. Menschenrechtsorganisationen kritisieren, dass die Wahlen weder frei noch fair gewesen seien. Demnach wird die Opposition in Uganda behindert sowie eingeschüchtert, und zahlreiche Aktivisten sitzen in Haft.
    Diese Nachricht wurde am 16.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.