
Verteidigungsminister Padrino erklärte in einer Fernsehansprache, die Streitkräfte billigten die Entscheidung des Obersten Gerichts, die bisherige Stellvertreterin von Staatschef Maduro mit den Amtsgeschäften zu betrauen. Die Bevölkerung rief er dazu auf, alle Aktivitäten wieder aufzunehmen und nicht der "Angst" nachzugeben, die man dem Land aufzwingen wolle.
Nach der Gefangennahme von Maduro haben sich die USA zwar zur Zusammenarbeit mit der jetzigen venezolanischen Führung bereit erklärt, zugleich aber erneut gedroht. Man werde sehen, wie sich die Regierung in Caracas verhalte, sagte Außenminister Rubio dem Sender CBS News. US-Präsident Trump warnte Übergangspräsidentin Rodriguez, "sie werde einen höheren Preis als Maduro bezahlen, wenn sie nicht tue was notwendig sei". Zuvor hatte Rodriguez Führungsansprüche der USA über Venezuela zurückgewiesen und eine Zusammenarbeit mit Washington abgelehnt. Ihr Land werde nie wieder eine Kolonie, egal von welchem Imperium, sagte sie.
Der gestürzte Staatschef Maduro wurde in New York inhaftiert. Maduro und seiner Frau soll in den USA der Prozess wegen Drogenhandels und Terrorismus gemacht werden.
Diese Nachricht wurde am 04.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
