Russland
Militärparade in Moskau zum "Tag des Sieges" - besondere Sicherheitsvorkehrungen wegen des Ukraine-Kriegs

Mit einer Militärparade wird in Moskau an den Sieg der Sowjetunion über das NS-Regime vor 81 Jahren erinnert. Auf dem Roten Platz präsentieren sich Soldatengruppen aus unterschiedlichen Bereichen der russischen Armee, wie Bilder der Nachrichtenagentur Tass zeigen. Staatschef Putin verfolgt die Parade von einer Tribüne aus.

    Soldaten stehen aufgereiht auf dem Roten Platz in Moskau vor einer Tribüne.
    Die Parade zum "Tag des Sieges" in Moskau findet dieses Jahr ohne schweres Gerät statt. (IMAGO / ITAR-TASS / IMAGO / TASS)
    Putin wird vom belarussischen Machthaber Lukaschenko, dem kasachischen Präsidenten Tokajew und dem usbekischen Präsidenten Mirsijojew begleitet. Die diesjährige Parade zu diesem Anlass findet wegen des Ukraine-Kriegs unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen statt. Aus Sorge vor Drohnenangriffen wurde die traditionelle Vorführung von Panzern, Geschützen und Raketen gestrichen. Auch die Zahl der ausländischen Gäste ist im Vergleich zu den Vorjahren gering. Das mobile Internet in Moskau wurde gänzlich abgeschaltet.

    Dreitägige Waffenruhe bestätigt

    Zwischen Russland und der Ukraine gilt eine dreitägige Waffenruhe. Moskau und Kiew bestätigten jeweils die von US-Präsident Trump bekanntgegebene Vereinbarung. Dazu gehört auch der Austausch von Kriegsgefangenen. In den vergangenen Tagen hatten der Kreml und die von Russland angegriffene Ukraine jeweils einseitige Feuerpausen ausgerufen. Dennoch hatte es weiter Kämpfe und Luftangriffe gegeben.
    Der 9. Mai wird in Russland und anderen ehemaligen Sowjetrepubliken als "Tag des Sieges" begangen. In der Nacht auf den 9. Mai 1945 war die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht in Kraft getreten.

    Weiterführende Informationen

    ”Tag des Sieges” in Russland – Interview mit dem Russlandexperten Gerhard Mangott (Audio)
    Sendung ”Der Tag” mit dem Thema ”Wovor Putin am meisten Angst hat” (Audio)
    Diese Nachricht wurde am 09.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.