Frankreich
Militärparade zum Nationalfeiertag soll Wiederaufrüstung spiegeln

In Paris ist der französische Nationalfeiertag mit der größten Militärparade der Landesgeschichte begangen worden. Vor rund 50.000 Zuschauern marschierten mehr als 7.000 Soldaten über die Prachtstraße Champs-Élysées; rund 100 Flugzeuge und mehr als 300 Fahrzeuge waren zu sehen. Insbesondere setzte die Militärparade ein Zeichen der Unterstützung der Ukraine.

    Paris: Französische Soldaten marschieren während der Militärparade zum französischen Nationalfeiertag auf den Champs-Élysées an den Ehrengästen vorbei.
    Die Feiern zum französischen Nationalfeiertag (Michel Euler / AP / dpa / Michel Euler)
    In diesem Jahr waren auch etwa 500 Soldaten aus Ländern der sogenannten "Koalition der Willigen" sowie einige Mitglieder der ukrainischen Streitkräfte beteiligt. Frankreich wolle auf diese Weise die Wiederaufrüstung, seine strategische Autonomie und das strategische Erwachen Europas würdigen, erklärte das Präsidialamt. Neben Präsident Macron verfolgten zahlreiche weitere Staats- und Regierungschefs die Parade, darunter Bundeskanzler Merz und der ukrainische Präsident Selenskyj. Für Macron ist es der letzte Nationalfeiertag im Amt; im Frühjahr 2027 stehen Präsidentschaftswahlen in Frankreich an. Macron tritt nicht noch einmal an, weil nur zwei Amtszeiten direkt aufeinander folgen dürfen.

    Gedenken an Opfer des Anschlags von Nizza

    In Nizza wird am Abend der Opfer des islamistischen Lkw-Anschlags vor zehn Jahren gedacht. Neben Macron sowie dessen Vorgängern Hollande und Sarkozy wird der monegassische Fürst Albert II. erwartet. Am 14. Juli 2016 hatte ein Attentäter nach Ende des Feuerwerks zum Nationalfeiertag einen Lkw durch die Menschenmenge auf der Strandpromenade gesteuert. Er fuhr absichtlich Zickzack, um möglichst viele zu töten und zu verletzen. 86 Menschen starben, mehr als 400 wurden verletzt. Die Polizei erschoss den Angreifer am Tatort.
    Diese Nachricht wurde am 15.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.