Experten-Kommission
Milliarden-Sparpotenzial für Krankenkassen

Die Expertenkommission für eine Reform der gesetzlichen Krankenversicherungen schlägt Eingriffe in Milliardenhöhe vor, um steigende Ausgaben zu bremsen und neue Beitragserhöhungen zu vermeiden.

    Eine Gesundheitskarte in einer Geldbörse. Drumherum liegen Euroscheine.
    Die gesetzliche Krankenversicherung wird 2026 teurer werden. (imago / Christian Ohde / imago stock&people)
    Das Gremium legte in Berlin einen Bericht mit 66 Empfehlungen vor, die für nächstes Jahr ein Volumen von bis zu 42 Milliarden Euro ausmachen könnten. Das Sparpotenzial liegt damit deutlich höher als die befürchtete Finanzlücke von rund 15 Milliarden Euro.
    Die Kommission regt Einsparungen bei Leistungserbringern wie Praxen und Kliniken sowie Herstellern an. Mögliche Beiträge der Patientinnen und Patienten etwa durch höhere Zuzahlungen bei Meidkamenten gehören ebenso zu den Vorschlägen wie eine Streichung der kostenfreien Mitversicherung von Ehepartnern. Die Kommission empfiehlt außerdem, Steuern auf Tabak und Alkohol zu erhöhen und eine gestaffelte Steuer auf zuckergesüßte Erfrischungsgetränke einzuführen.
    Bundesgesundheitsministerin Warken kündigte rasche Reformen auf Grundlage der Empfehlungen an.
    Diese Nachricht wurde am 30.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.