Philippinen
Millionen Gläubige nehmen an Prozession in Manila teil

Auf den Philippinen haben Millionen Gläubige an einer katholischen Prozession teilgenommen. Sie begleiteten eine lebensgroße Jesus-Statue, den "Schwarzen Nazarener", durch die Hauptstadt Manila.

    Viele Gläubige in Manila stehen um einen Glaskasten, in dem eine Statue zu sehen ist.
    Knapp sechs Kilometer und Millionen gläubige Teilnehmer: Die traditionelle Prozession des "Schwarzen Nazareners" auf den Philippinen. (picture alliance / Sipa USA / SOPA Images)
    Für die knapp sechs Kilometer Strecke wurden fast 31 Stunden benötigt. Staatliche Medien sprachen von der längsten Prozession in der Geschichte des jährlichen religiösen Großevents. Die Prozession dauerte so lange, weil die Gläubigen für Gebete und Andachten immer wieder innehielten und viele versuchten, die als wundertätig geltende Statue zu berühren.

    Drei Todesfälle während der Prozession

    Drei Menschen starben nach Angaben der kirchlichen Organisatoren während der Prozession. Insgesamt waren der Stadt zufolge 7,3 Millionen Menschen als Teilnehmer oder Zuschauer dabei.
    Die volkstümlich als "Schwarzer Nazarener" bekannte Statue hat ihren Namen von dem verkohlten Holz der Figur von Jesus Christus, was vermutlich von einem Brand herrührt. 1606 brachten spanische Missionare die Statue auf die Philippinen. Sie gilt als wichtigstes Heiligtum der mehr als 90 Millionen philippinischen Katholiken.
    Diese Nachricht wurde am 10.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.