USA
Millionen Teilnehmer bei "No Kings"-Protesten gegen Trump

In den USA finden erneut zahlreiche Demonstrationen gegen die Politik von Präsident Trump statt. Die Proteste unter dem Motto "No Kings", also "keine Könige", wenden sich gegen das nach Ansicht der Teilnehmer zunehmend autoritäre Verhalten Trumps. Auf Plakaten und Schildern mit Botschaften wie "Verteidigt Demokratie" und "Amerika hat keine Könige" kritisieren die Demonstranten zudem gegen den Iran-Krieg und die Einwanderungsbehörde ICE.

    Demonstrationen stehen mit Spruchbändern und Schildern vor dem Lincoln Memorial in Washington
    Eine der "No Kings"-Demonstrationen vor dem Lincoln Memorial in Washington (AFP / KEN CEDENO)
    Landesweit sind über 3.000 Aktionen angemeldet, die Veranstalter sprachen von insgesamt mehr als acht Millionen Teilnehmern. Große Demonstrationen gab es unter anderem in San Francisco und Los Angeles. In St. Paul im Bundesstaat Minnesota trat der Rocksänger Bruce Springsteen bei einer Kundgebung auf.
    Es ist die dritte "No Kings"-Protestveranstaltung. Auch im Juni und im Oktober vergangenen Jahres gingen bereits mehrere Millionen Menschen auf die Straßen.

    USA-Expertin sieht Trump unter Druck

    Die USA-Expertin der Bertelsmann-Stiftung, Cathryn Clüver Ashbrook, sieht Trump wegen des Iran-Kriegs zunehmend innenpolitisch unter Druck.
    Im Deutschlandfunk sagte die Politologin, der Iran-Krieg könnte auch die motivieren, an den Protesten teilzunehmen, die sich politisch zum unabhängigen Lager zählen. Clüver Ashbrook begründete dies unter anderem mit der gestiegenen Inflation. Das seien Konsequenzen, die die Amerikaner im Portemonnaie spürten. Selbst bei den Republikanern gebe es zunehmend Widerstand gegen Trump.
    Viel lauter sei allerdings die, wie Clüver Ashbrook es nennt, "MAGA-Medienopposition" mit bekannten Podcastern, die großen Einfluss auf Anhänger der MAGA-Bewegung von Trump haben.

    Aus dem Deutschlandfunk-Programm

    No-Kings-Proteste: Millionen bei Anti-Trump-Demos in den USA erwartet
    Diese Nachricht wurde am 29.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.