Regierungsangaben
Mindestens 200 Tote bei Unglück in Coltan-Mine im Kongo

Beim Einsturz einer Coltan-Mine in der Demokratischen Republik Kongo sind nach Regierungsangaben mindestens 200 Menschen ums Leben gekommen.

    Menschen laufen an der Oberfläche einer Coltan-Mine in Rubaya in der Demokratischen Republik Kongo.
    Eine Coltan-Mine in Rubaya in der Demokratischen Republik Kongo soll eingestürzt sein (Archivbild). (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Moses Sawasawa)
    Das Unglück ereignete sich demnach in Rubaya im Osten des Landes. Vorausgegangen seien starke Regenfälle. Die Rebellenmiliz M23, die die Region kontrolliert, widersprach den Angaben. Sie machte für den Einsturz der Mine Beschuss durch Regierungstruppen verantwortlich. Bereits Anfang des Jahres waren bei einem Unglück in der Mine mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen.
    In Rubaya werden rund 15 Prozent des weltweiten Coltans abgebaut. Aus dem Erz wird Tantal gewonnen, das unter anderem für Mobiltelefone, Computer und Gasturbinen benötigt wird. Die UNO wirft der Miliz M23 vor, mit den Einnahmen aus dem Verkauf der Rohstoffe ihren Aufstand zu ​finanzieren.
    Diese Nachricht wurde am 05.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.