
Nach Angaben des UNO-Hochkommissars für Menschenrechte, Türk, wurden zwischen Januar und April bei derartigen Angriffen mindestens 880 Zivilisten getötet. Das entspreche rund 80 Prozent aller zivilen Todesopfer. Die Drohnen ermöglichten es den Konfliktparteien nun auch in der anstehenden Regenzeit weiterzukämpfen. Türk forderte wirksame Maßnahmen, um die Lieferung von bewaffneten Drohnen an die Konfliktparteien im Sudan zu unterbinden.
Der sudanesische Regierungschef Idris hat im Vatikan unter anderem mit Papst Leo XIV. über die Lage seines Landes gesprochen. Dabei ging es unter anderem um einen möglichen Waffenstillstand und Hilfe für die Bevölkerung. Millionen Menschen sind wegen des Kriegs im Land auf der Flucht. Nach Angaben des Kinderhilfswerks Unicef leiden 21 Millionen der Sudanesen unter akutem Hunger. Im Sudan kämpfen seit drei Jahren die Armee und eine paramilitärische Miliz gegeneinander.
Diese Nachricht wurde am 11.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
