Digitalgipfel in Berlin
Minister Wildberger (CDU) grundsätzlich offen für Nutzung der Späh-Software Palantir

Bundesdigitalminister Wildberger hat sich grundsätzlich offen für den Einsatz der umstrittenen Analyse-Software des US-Unternehmens Palantir gezeigt.

    Karsten Wildberger (CDU), Bundesminister für Digitalisierung und Staatsmodernisierung, spricht bei der Eröffnung des Gipfels zur Europäischen Digitalen Souveränität in Berlin.
    Karsten Wildberger (CDU), Bundesminister für Digitalisierung und Staatsmodernisierung (picture alliance / dpa / Kay Nietfeld)
    Dies müsse erwogen werden, weil auch nicht wohlgesonnene Kräfte genau diese Technik nutzten, sagte der CDU-Politiker in Berlin auf einem Treffen zur europäischen digitalen Souveränität. Das Ziel müsse sein, technisch auf besserem Niveau zu sein als andere.
    Die Palantir-Software vereinheitlicht Daten aus polizeilichen Quellen und macht sie sofort analysefähig. Dabei kommt Künstliche Intelligenz zum Einsatz. So sollen Ermittler automatisiert zum Beispiel Verdächtige identifizieren und somit Straftaten verhindern oder aufklären können. Die Palantir-Software wird bereits von drei Bundesländern eingesetzt - Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bayern. In Baden-Württemberg ist dies geplant. Derzeit wird ein bundesweiter Einsatz geprüft. Vor allem bei der SPD gibt es Bedenken.
    Diese Nachricht wurde am 18.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.