Gesundheitssystem
Ministerin Warken will im kommenden Jahr 20 Milliarden Euro einsparen

Bundesgesundheitsministerin Warken will im kommenden Jahr 20 Milliarden Euro im Gesundheitssystem einsparen.

    Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU), spricht im Bundesministerium für Gesundheit.
    Bundesgesundheitsministerin Warken will im nächsten Jahr 20 Milliarden Euro einsparen. (picture alliance / dpa / Sebastian Gollnow)
    Über drei Viertel der Vorschläge der Expertenkommission sollten umgesetzt werden, sagte die CDU-Politikerin in Berlin. Beitragen zu den Einsparungen sollten Ärzte, Krankenhäuser, Krankenkassen, ⁠Pharmabranche, ⁠Apotheker und Arbeitgeber sowie die Patienten. Unter anderem solle die ⁠beitragsfreie Mitversicherung von Ehegatten in ⁠den Gesetzlichen Krankenkassen im Kern entfallen, fügte Warken hinzu. Ausnahmen gebe es für Senioren und Härtefälle. ​Die Zuzahlungen für Medikamente würden zudem ‌erhöht auf die Sätze von 7,50 bis 15 Euro je nach Packung. Die Krankenkassen dürften nur so viel ausgeben, wie sie einnähmen, so die Ministerin.
    Mit den Maßnahmen sollen eine Finanzlücke von 15 Milliarden Euro im kommenden Jahr geschlossen und eine Reserve aufgebaut werden. Würden alle Vorschläge der Expertenkommission umgesetzt, ließen sich sogar rund 40 Milliarden Euro einsparen.
    Bundeskanzler Merz hatte gestern angekündigt, dass noch im ‌April ein Gesetzentwurf zu den Reformen ​im Kabinett beschlossen werden soll.
    Diese Nachricht wurde am 14.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.