
Bundesgesundheitsministerin Warken sagte in Berlin, mehr als drei Viertel der Vorschläge der Expertenkommission sollten umgesetzt werden. Sowohl die Versicherten als auch die Akteure im Gesundheitsbereich sollen demnach ihre Beiträge leisten. Unter anderem sollen die beitragsfreie Mitversicherung von Ehegatten entfallen und die Zuzahlung für Medikamente erhöht werden. Die Krankenkassen dürften zudem nur so viel ausgeben, wie sie einnähmen, so die CDU-Politikerin. Mit den Maßnahmen sollen eine Lücke von 15 Milliarden Euro im kommenden Jahr geschlossen und eine Reserve aufgebaut werden.
Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen begrüßte die Ankündigungen, bemängelte aber, dass die Versorgung von Bürgergeldempfängern offenbar weiter von den Beitragszahlern anstatt vom Staat bezahlt werden solle. Kritik kam unter anderem auch von Sozialverbänden und Gewerkschaften.
Diese Nachricht wurde am 14.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
