Medienbericht
Ministerinnen Prien und Hubertz von Cyber-Attacken über Signal betroffen - keine Auffälligkeiten bei Merz und Dobrindt

Die mutmaßlichen Spionageangriffe über den Messengerdienst Signal haben auch die Bundesregierung getroffen.

    Das Bild zeigt eine Nahaufnahme eines Fingers, der auf einem Smartphone-Bildschirm auf das Icon der Signal-App tippt.
    Der Signal-Messenger auf einem Smartphone (picture alliance / photothek.de / Thomas Trutschel)
    Das geht aus Recherchen des Magazins "Der Spiegel" und der Deutschen Presse-Agentur hervor. Laut dem "Spiegel" wurden die Nutzerkonten von Familienministerin Prien, CDU, und Bauministerin Hubertz, SPD, kompromittiert. Der Account von Bundeskanzler Merz habe keine Auffälligkeiten gezeigt. Auch das Nutzerkonto von Innenminister Dobrindt, CSU, war der dpa zufolge nicht betroffen.
    Bei den kompromittierten Accounts können die Angreifer offenbar Chatnachrichten lesen und sich unter falscher Identität in Chatgruppen bewegen. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen des Anfangsverdachts der Spionage. Das Bundesamt für Verfassungsschutz geht von einem staatlich gesteuerten Täter aus. Der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums des Bundestags, Henrichmann, macht Russland für die Kampagne verantwortlich.
    Diese Woche war öffentlich geworden, dass Bundestagspräsidentin Klöckner, CDU, sowie Abgeordnete der SPD und der Linken Opfer der Ausspähungen sein sollen.
    Diese Nachricht wurde am 25.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.