
Wie ein Wehrersatzdienst konkret aussehen könne, daran werde derzeit gearbeitet. Zugleich verwies die Sprecherin darauf, dass das alte Zivildienstgesetz nach wie vor Gültigkeit habe, obwohl viele der darin festgelegten Regelungen schon seit Jahren überholungsbedürftig seien. Viele große Verbände und Organisationen seien bereits befragt worden, welche Kapazitäten für Zivildienstleistende sie zur Verfügung stellen könnten, hieß es weiter.
Kritik von der Linken und Verbänden
Die Linke kritisierte das Vorhaben. Ihre Bundesvorsitzende Schwerdtner sagte der Funke-Mediengruppe, ein verpflichtender Zivildienst drohe reguläre und tariflich bezahlte Arbeit im Sozialbereich zu verdrängen. Mit der Aussetzung der Wehrpflicht im Jahr 2011 war auch der Zivildienst entfallen. An seine Stelle trat der Bundesfreiwilligendienst.
Der Sozialverband Deutschland erklärte gegenüber der Funke-Mediengruppe, die Regierung sollte lieber das Ehrenamt stärken anstatt auf Zwang zu setzen. Caritas-Präsidentin Welskop-Deffaa meinte, auf diesem Wege ließen sich die Personalprobleme sozialer Einrichtungen nicht lösen. Wichtiger wäre, die Jugendfreiwilligendienste attraktiver zu machen.
Diese Nachricht wurde am 04.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



