Slowakei
Ministerpräsident Fico nach Attentat außer Lebensgefahr

Vier Tage nach dem Attentat auf den slowakischen Regierungschef Fico ist der Politiker außer Lebensgefahr.

19.05.2024
    Der Mann liegt mit auf dem Rücken gefesselten Händen seitlich auf einem Bürgersteig. Um ihn herum mehrere uniformierte beziehungsweise in zivil gekleidete Polizisten.
    Polizisten nehmen am 15.5.2024 in Handlowa in der Slowakei einen Mann fest, der mehrere Schüsse auf Ministerpräsident Robert Fico abgegeben und ihn schwer verletzt hatte. (dpa / ASSOCIATED PRESS / Radovan Stoklasa)
    Das teilte der stellvertretende Ministerpräsident Kalinak mit. Der Zustand des 59-jährigen sei aber weiterhin ernst. Eine Verlegung in ein Krankenhaus in der Hauptstadt Bratislava sei deshalb noch nicht möglich. Gesundheitsministerin Dolinkova hatte bereits gestern erklärt, dass eine weitere Notoperation Ficos erfolgreich verlaufen sei. Der Ministerpräsident war am Mittwoch in der Kleinstadt Handlova durch mehrere Schüsse schwer verletzt worden.
    Der 71-jährige Angreifer sitzt in Untersuchungshaft. Nach Angaben der Regierung soll es sich um einen Einzeltäter handeln. Zum Motiv hieß es, der Mann sei über den Ausgang der Präsidentschaftswahl verägert gewesen.
    Die Slowakei ist seit Jahren stark gespalten in ein pro-europäisches Lager und ein nationalistisches, dem Fico und der designierte Präsident Pellegrini zugerechnet werden. Die Präsidentschaftswahlkampf war geprägt von Desinformation in Online-Netzwerken und verbalen Attacken.
    Diese Nachricht wurde am 19.05.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.