Gesundheitsreform
Ministerpräsident Schnieder bangt um Pharmaforschung in Deutschland

Der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Schnieder, bangt um Pharmaforschung in Deutschland.

    Gordon Schnieder spricht mit einem Mikrofon in der Hand
    Gordon Schnieder, CDU. (Archivbild) (dpa / picture alliance / Flashpic / Jens Krick)
    Angesichts der Pläne der Bundesregierung für eine Gesundheitsreform warnte der CDU-Politiker, insbesondere Zwangsrabatte auf patentgeschützte Medikamente könnten zu Abstrichen führen. Das müsse man verhindern, sagte er im ARD-Hörfunk. Die Pharmakonzerne Eli Lilly und Boehringer Ingelheim wollen wegen der Reformpläne geplante Investitionen in Deutschland zurückfahren. Rheinland-Pfalz wäre besonders betroffen. Bundesgesundheitsministerin Warken, CDU, betonte indes, die Pharmaindustrie von Einsparungen auszunehmen, komme für sie nicht infrage. Jeder Bereich müsse seinen Beitrag bei dieser Reform leisten, betonte sie in den Funke-Medien.
    Das Bundeskabinett hatte Ende April den Gesetzentwurf zur GKV-Reform auf den Weg gebracht. Ziel ist es, die Defizite der Krankenkassen auszugleichen und die Beitragssätze stabil zu halten. Die entsprechenden Sparvorschläge treffen Versicherte, Ärzte, Krankenhäuser und die Industrie.
    Diese Nachricht wurde am 13.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.