Modeversandhändler
Ministerpräsident Voigt (CDU) kritisiert Zalando für Schließung des Logistikzentrums in Erfurt

Thüringens Ministerpräsident Voigt hat die Entscheidung des Mode-Versandhändlers Zalando kritisiert, das Erfurter Logistikzentrum mit 2.700 Mitarbeitern aufzugeben.

    Mario Voigt spricht in zahlreiche Mikrofone, im Hintergrund das Landeswappen von Thüringen.
    Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) fordert von Zalando Verlässlichkeit ein. (picture alliance / dpa / Martin Schutt)
    Wer Beschäftigten Sicherheit zusage, Leistung von ihnen fordere und dann Standorte schließe, beschädige nachhaltig Vertrauen, sagte der CDU-Politiker. Es gehe hier nicht abstrakt um Zahlen, sondern um tausende Familien. Zudem sei es eine Frage sozialer Verantwortung. Thüringen stehe für Verlässlichkeit, betonte Voigt. Diese Verlässlichkeit erwarte man auch von Unternehmen – besonders dann, wenn öffentliche Förderung im Spiel gewesen sei. Die Ansiedlung Zalandos war 2013 mit Millionensummen gefördert worden.
    Zalando schließt den Standort Erfurt Ende September. Hintergrund ist nach Angaben des Dax-Konzerns mit Hauptsitz in Berlin eine Neuausrichtung seines europaweiten Logistiknetzwerks.
    Diese Nachricht wurde am 09.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.