Regierungsbildung in Dänemark
Ministerpräsidentin Frederiksen mit neuem Versuch beauftragt

Fast zwei Monate nach der Parlamentswahl in Dänemark ist die geschäftsführende Ministerpräsidentin Frederiksen erneut mit der Regierungsbildung beauftragt worden.

    Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen steht an einem Rednerpult und spricht in ein Mikrofon. Sie hat ihre linke Hand erhoben.
    Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen nach der Parlamentswahl (24.03.2026) (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Sergei Grits)
    Dies ergab die sogenannte Königsrunde, bei der alle Parlamentsparteien bei Dänemarks König Frederik erklärten, wer nach ihrer Ansicht einen nächsten Versuch leiten soll. Gestern hatte der Vorsitzende der Liberalen Partei, Lund Poulsen, erklärt, seine Gespräche zur Bildung eines Mitte-Rechts-Bündnisses seien gescheitert. Nun bekommt Frederiksen von den Sozialdemokraten einen zweiten Anlauf. Ihr erster Versuch zur Regierungsbildung hatte nicht geklappt, weil sich die Moderate Partei zurückgezogen hatte. Spekuliert wird, dass Frederiksen nun Zugeständnisse machen könnte. - Die Sozialdemokraten waren aus der Wahl zwar als stärkste Partei hervorgegangen, jedoch mit ihrem schlechtesten Wahlergebnis seit 1903.
    Diese Nachricht wurde am 23.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.