Zahlung an Rettungsorganisation
Ministerpräsidentin Meloni kritisiert Gerichtsurteil zu deutscher "Sea Watch"

Die italienische Ministerpräsidentin Meloni hat das Gerichtsurteil kritisiert, wonach der italienische Staat die deutsche Seerettungsorganisation "Sea Watch" entschädigen soll.

    Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bei der jährlichen Pressekonferenz in der Abgeordnetenkammer in Rom am 9. Januar 2026.
    Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni (picture alliance / TTL / Avalon / Stefano Costantino )
    Meloni erklärte, die Entscheidung mache sie sprachlos. Sie warf den Richtern vor, die Bekämpfung - Zitat - "illegaler Massenmigration" zu sabotieren und den Rechtsstaat zu untergraben.
    "Sea Watch" soll laut dem Urteil 76.000 Euro erhalten - als Entschädigung für Kosten, die der Organisation 2019 entstanden sind. Die italienischen Behörden hatten das Rettungsschiff damals auf der Insel Lampedusa festgesetzt. Die "SeaWatch 3" hatte dort trotz eines Verbots mit zahlreichen geretteten Schiffbrüchigen an Bord angelegt.
    Diese Nachricht wurde am 19.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.