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Flüchtlingsunterbringung
Ministerpräsidentin Schwesig sieht humanitäre Verantwortung Deutschlands

Angesichts hoher Flüchtlingszahlen aus der Ukraine und anderen Ländern hat Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig vom Bund mehr Unterstützung gefordert. Städte und Kommunen kämen vor allem bei der Unterbringung und Integration der Menschen an Grenzen, sagte die SPD-Politikerin im Deutschlandfunk.

23.02.2023
    Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, hält am 16.04.2021 im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern eine Regierungserklärung zur aktuellen Corona-Situation.
    Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, fordert bei der Flüchtlingsunterbringung eine gemeinsame Kraftanstrengung von Bund, Ländern und Kommunen. (picture alliance dpa-Zentralbild / Jens Büttner)
    In den Gemeinden sei schlichtweg der Wohnraum und damit die Aufnahmekapazitäten limitiert. Gleichwohl sei es für Deutschland eine humanitäre Verantwortung, den Flüchtlingen Schutz zu gewähren, betonte Schwesig (Audio-Link). Bundesinnenministerin Faeser berät derzeit mit den Ländern und Kommunen über die Unterbringung von Flüchtlingen. Der brandenburgische Innenminister Stübgen forderte eine - Zitat - "Migrationsbremse", um die Gemeinden nicht zu überfordern.
    Laut Statistischem Bundesamt kamen nach vorläufigen Berechnungen seit Beginn des russischen Angriffskriegs allein aus der Ukraine rund 1,1 Millionen Menschen nach Deutschland. Hinzukommen noch rund 244.000 Flüchtlinge hauptsächlich aus Syrien und Afghanistan.
    Diese Nachricht wurde am 23.02.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.