
Eine Sprecherin sagte der "Welt am Sonntag", im vergangenen Jahr habe sich in rund 110.000 Fällen der Verdacht auf Missbrauch bestätigt oder es sei aufgrund eines begründeten Verdachts Strafanzeige erstattet worden. Von Jobcentern in rein kommunaler Trägerschaft lägen aber keine Daten vor. Die Ministeriumssprecherin verwies darauf, dass zuständige Behörden nicht ausreichend oder gar nicht miteinander vernetzt seien. Auch deshalb bleibe Leistungsmissbrauch oft unentdeckt, die Dunkelziffer sei vermutlich hoch.
Die Bundesagentur für Arbeit soll ein neues Kompetenzzentrum einrichten, um gegen Missbrauch von Sozialleistungen vorzugehen. Die neue Grundsicherung soll ebenfalls dabei helfen, möglichen Missbrauch zu verhindern.
Diese Nachricht wurde am 11.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
