
Das ergab eine umfassende Untersuchung der Generalstaatsanwaltschaft. Zuvor hatte die Kirche von lediglich 103 betroffenen Kindern gesprochen. Die Untersuchung betrachtet den Zeitraum von 1950 bis 2019. Darin werden 451 Kirchenvertreter als Täter aufgeführt. Generalstaatsanwalt Raoul sagte bei der Vorstellung des Berichts in Chicago, jahrzehntelange Entscheidungen und Strategien der katholischen Führung hätten es bekannten Tätern ermöglicht, sich zu verstecken. Weil die Verjährungsfrist häufig abgelaufen sei, würden viele Opfer von sexuellem Missbrauch durch katholische Geistliche niemals juristische Gerechtigkeit erfahren.
Eine Gruppe von Missbrauchsopfern bezeichnete die Erkenntnisse der Generalstaatsanwaltschaft als verblüffend. Die Zahlen der festgestellten Opfer und Peiniger seien aber wahrscheinlich immer noch zu niedrig.
Diese Nachricht wurde am 23.05.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
