
Wie die beauftragten Forscher mitteilten, wurden im Bistumsarchiv bislang Hinweise auf 84 mutmaßliche Täter seit 1945 gefunden, die in vorigen Untersuchungen nicht entdeckt wurden. Zusammen mit 64 bereits bekannten Beschuldigten gebe es damit Hinweise auf 148 Tatverdächtige, hieß es bei einer Informationsveranstaltung in der niedersächsischen Stadt. Die Suche sei aber noch nicht abgeschlossen.
Unklar ist, wie viele Opfer sich hinter den einzelnen Fällen verbergen. Die Experten gehen davon aus, dass es deutlich mehr sind als die bislang bekannten rund 150 Betroffenen.
Die Studie untersucht sexualisierte Gewalt in dem norddeutschen Bistum von 1945 bis heute. Sie wurde im März vergangenen Jahres vom damaligen Hildesheimer Bischof Wilmer in Auftrag gegeben. Beteiligt sind Sozialwissenschaftler und Juristen von mehreren Universitäten.
Diese Nachricht wurde am 10.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
