Aktionstag
Misshandlung älterer Menschen: UNO drängt auf mehr gesellschaftliches Bewusstsein

Die Vereinten Nationen machen heute mit einem weltweiten Aktionstag auf die Misshandlung älterer Menschen aufmerksam.

    Spaziergänger auf einer Allee in der Nähe von Leichlingen ( NRW ).
    "Die Misshandlung älterer Menschen wird nach wie vor zu selten wahrgenommen und gemeldet." (picture alliance / Goldmann)
    Internationalen Statistiken zufolge ist jeder sechste Mensch über 60 Jahre betroffen. Meistens handelt es sich um psychischen und emotionalen Missbrauch. Dazu zählen Beschimpfungen, Demütigungen, Drohungen oder erzwungene Isolierung durch den Entzug sozialer Kontakte und persönlicher Zuwendung. Die zweithäufigste Form ist die finanzielle Ausbeutung, gefolgt von Vernachlässigung, Gewalt und sexuellem Missbrauch.
    Die UNO hat den Welttag gegen den Missbrauch älterer Menschen am 15. Juni vor 15 Jahren offiziell anerkannt. Seit dem versucht sie, verstärkt mit Veranstaltungen und Veröffentlichungen Bewusstsein für dieses Leid zu schaffen, insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels in vielen Teilen der Welt. Die Misshandlung älterer Menschen werde nach wie vor zu selten wahrgenommen und gemeldet.
    Diese Nachricht wurde am 15.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.